dualismus

Neubau Wohnhaus Hubert

Bauherr: Familie Hubert, Nürnberg
Bauort: Nürnberg
Planung: fabi architekten bda, Regensburg
Mitarbeiter: Nina Fabi, Kristina Binder (Innenarchitektur)
Bauleitung: Hr. Dipl.Ing. Harald Hubert
Statik: Goetz-Neun Ing., Nürnberg

Planungszeit: 11.2011 – 02.2013
Bauzeit: 05.2013 – 12.2014
Wohnfläche: 213 m²

Veröffentlicht: Preis: Best of Houzz Design 2017
Wais-Architekturkalender 2017
10 Häuser², Verlag Büro Wilhelm 2016
Architektouren 2016
Fernsehserie „Traumhäuser“ des Bayerischen Fernsehens 11.2015
Aktuelle Traumhäuser BR DVA 2015

Das Grundstück im Süden der Stadt Nürnberg liegt in einer bestehenden Wohnsiedlung mit Gebäuden aus den 1960er und 1970er Jahren. Die Nord- und gleichzeitig Straßenseite wird von einem luftig, lichten Mischwald gesäumt. Die Südseite öffnet sich zum offenen Gartengrundstück. Diese Polarität wird im Entwurf gezielt zitiert. Kubatur und Dachform des Baukörpers nehmen die umgebene Bebauung harmonisch auf.

Der schöne, naturnahe Ausblick nach Norden fordert inszenierte, gut gesetzte Fassadenöffnungen, die gezielte Ausblicke in den angrenzenden Naturraum Wald erlauben. Gleichzeitig gilt es, die Privatsphäre zur angrenzenden Straße zu wahren. So wurde die straßenseitige Fassadenseite mit einer Lochfassade gestaltet. Die Materialhaptik aus verbreiterten Eichenholzfensterrahmen, sowie ein warmer Fassadengrauton zitieren den Wald und die Natur gegenüber. Die voll verglaste Südfassade mit den horizontalen Brisole aus Aluminiumlamellen, steht in einem starken Kontrast hierzu und zeigt die funktionale und technische Komponente des Hauses. Im Winter kann Sonnenlicht tief in das Gebäude fluten, um passive Solarnutzung zu ermöglichen.

Die Familie wünschte sich ein modernes, aber gleichzeitig warmes und gemütliches Wohnhaus, welches ausreichend Raum für 1 Kind, 4 Hunde, und eine große Bildersammlung bietet. Außerdem wurde ein hohes Maß an Funktionalität ( z.B. Schmutzschleuseneingang mit Dusche für die Hunde ), an Ästhetik ( stimmige Architektursprache ) und modernste Haustechnik ( Bauteilaktivierung, KNX-Smart Home, kontrollierte Wohnraumlüftung, drehbarer Kaminofen, Wärmepumpe mit Tiefenbohrung, etc. ) gefordert.

Das Prinzip einander entgegengesetzter und dennoch aufeinander bezogener Kräfte setzt sich auch im Innenraum kohärent fort. Der warme, helle, spaltrauhe Solnhofener Natursteinboden und die Eichenholzeinbauten stehen im Dialog mit der walzblanken Roh-Stahltreppe, der 3-geschossigen Sichtbetonwand im Treppenhaus, dem freihängendem, drehbaren Stahlofen, sowie den modernen Möbeln und Beleuchtungselementen.

Das Erdgeschoss erhält einen Haupteingang, sowie einen überdachten Nebeneingang als Schmutzschleuse. Beiden Eingängen ist ein separater Garderobenbereich zugeordnet. Man betritt über den zentralen Treppenraum den nach Süden verglasten Wohnbereich, welcher westseitig zum Ess-Kochbereich offen ist und ostseitig durch einen Multifunktionsraum erweitert werden kann. Die zentrale Treppe befindet sich in einem, bis zum Dach hin offenen Luftraum. Die dort zweigeschossig hohen Wände sind für die Bilder-Galerie geplant. Man erreicht das Obergeschoss in einem offenen Arbeits-Galeriebereich an dem seitl. die Individualräume ( Eltern-u. Kindbereich ) mit den zugehörigen Bädern angegliedert sind. Alle Haupträume sind nach Süden ausgerichtet.

 

DUALISM

The plot in the south of the city of Nuremberg is located in an existing residential area with buildings from the 1960s and 1970s. The North side is lined with an airy, bright mixed forest. The south side opens to the new bright garden. This polarity is cited specifically in the draft. Cubature and roof shape of the building to take the surrounding buildings to harmoniously. The beautiful, natural views to the north calls for staged, well placed façade openings that allow targeted views into the adjacent natural area Forest. At the same time it is important to have enough privacy because of the adjacent street. So the roadside facade page was designed with a perforated facade. The materiality from widened oak window frames, as well as a warm grey quote over the forest and nature. The fully glazed south façade with horizontal Brisole and vertikal aluminum slats, stands in big contrast to this, showing the functional and technical component of the house. In winter sunlight can flood deep into the building, to allow passive solar use.

The family wanted a modern, but at the same time warm and cozy residential building, which offers enough space for 1 child, 4 dogs, and a large photo collection. In addition, a high degree of functionality (ground floor: dirt collector-entrance with a shower for the dogs), called on aesthetics (harmonious architectural language) and modern house technology (component activation for smart home, controlled ventilation, rotating stove, heat pump with deep drilling, etc...).