StadtHaus

Sanierung Wohnhaus Esser in Regensburg

Bauherr: Elvi Esser, Regensburg
Planung/Bauleitung: fabi architekten bda, Regensburg
Mitarbeiter: Julia Geigenberger, Kristina Binder (Interieur)

Planungszeit: 10.2010 – 02.2011
Bauzeit: 03.2011 – 11.2011
Wohnfläche: neu 250 m²

Veröffentlicht: >> Archipendium 2013

Direkt westlich angrenzend an den  mittelalterlichen Stadtkern Regensburgs (Weltkulturerbe der Unesco),  liegt das Grundstück am Hochweg – eine über 2000 Jahre alte römische Legionsstraße. Der „innere Westen“ mit seinen ausgedehnten Grünanlagen ist eine der bevorzugtesten Wohngebiete Regensburgs.

Das ursprüngliche Wohnhaus der Familie von Saalfeld wurde 1930 erbaut und befindet sich seit den 1950-Jahren im Besitz der Familie Esser. Nachdem das Gebäude zuletzt mehrere Jahre unbewohnt war, hatte die Bauherrin die Idee, das Haus wieder zu beleben und altersgerecht umbauen zu lassen.

Kernidee der Sanierung war es das Gebäude sowohl funktional, energetisch, bautechnisch und gestalterisch nach neuesten Gesichtspunkten dem Stand der heutigen Technik unter Berücksichtigung  zukünftiger Anforderungen bestmöglich an zu passen. Dabei wurde das Gebäude in seiner Gestalt der Idee des ursprünglichen Entwurfs der frühen 1930-er Jahre zurück geführt. Dies wird erreicht durch sensible Materialwahl, dazu passende Detailausbildung und geringe Eingriffe in die statische Struktur des Bestandes.

Im EG wurde die 125 m² große, altersgerechte Wohnung der Bauherrin geschaffen. Der Zugang erfolgt über eine großzügige Eingangssituation mit Einbau-Garderoben-Möbel, Anbindung an die Küche mit kleinem Sitzplatz und großer Schiebetüre zum Wohnraum hin. Durch eine einfache Umstrukturierung der Eingangssituation  ist gewährleistet, dass ggf. später eine separate 2. Wohneinheit im OG erstellt wird.  Der Wohnraum öffnet sich zum erhöhten Arbeitsbereich und nach Süden zum Garten hin. Das gesamte Farb- , Material- u. Beleuchtungskonzept wurde auf die speziellen Anforderungen altersgerechtem Wohnens und der ursprünglichen Architektur entwickelt. Es bezieht die bereits vorhandene Möbelierung und Kunstwerke sowie die neu entworfenen Möbel unter sorgfältiger Auswahl der Ergänzung neu erworbenen Möbel mit ein. Warme, helle Farben, dunkles Eichenholz, heller Naturstein und edle Stoffe ergänzen sich mit der sehr modernen Beleuchtung von Occhio.  Die großzügige und einfache Abfolge Bad-Schlafen-Ankleide im Norden erleichtert den  täglichen Ablauf  (Bad mit bodenebener, schwellenloser großen Dusche).

Die Bibliothek als Herzstück im OG entstand durch Zusammenfassung zweier  Räume und Flur zu einem großzügigen, nach Süden ausgerichteten sehr offenen Raum. Ergänzend sind Gästezimmer mit Bad, Ankleide und Arbeitsräume ebenfalls im OG.