kontrast

Neubau Wohnhaus in Stallwang

Bauherr: D. Urbanek, R. Parzinger
Beratung: f a b i architekten bda , Nina Fabi

Gebäudetechnik: Luftwärmepumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung
Wohnfläche: 220 m²

Veröffentlicht: >> 1x1 des Hausbaus, Callwey-Verlag 2015
FireDesign 2014/2015
>> Besser bauen, besser wohnen, DVA 2015

Das Hanggrundstück in Stallwang liegt am Ortsrand mit freiem Ausblick auf den vorderen Bayerischen Wald zwischen Cham und Straubing. Die Bauherren kamen bereits mit Vorentwurfsideen und dem ehrgeizigen Wunsch möglichst viel in Eigenleistung (inkl. Planung) zu erbringen ins Architekturbüro. Dabei waren auch schon präzise Vorstellungen bezüglich der Materialwahl im Innenraum und Gebäudekonstruktion vorhanden.

Unsere Aufgabe als Architekturbüro bestand darin, diese Vorstellungen, sowie die Grundrissplanung der Bauherren in ein architektonisch einheitliches Gesamtbild und in eine gute Raumkonzeption, inkl. Fassadenbild umzusetzen. Dies hat in einigen Gesprächsterminen unter Zuhilfenahme von Handskizzen, Bildmaterial, Plankorrekturen und Firmen- bzw. Produktempfehlungen stattgefunden.

Der Materialmix aus Sichtbeton (Boden EG, Dachuntersicht innen, Holzofen, Küchenblock,…) und original Alt-Holzelementen (für Stufenbelag, Möbel, …) erhält seinen Reiz aus den extrem starken Kontrasten. Dieses Konzept wird nach Außen logisch weitergeführt. Das Gebäude besteht aus zwei, aufeinanderliegenden Gebäudekörpern. Der Obere mit einem Satteldach und dunkelgrauer Putzfarbe, der Untere mit Flachdach und horizontaler Holzschalung ausgeführt. Ergänzt werden die verwendeten Materialien durch einzelne Natursteinelemente (Badewanne, Waschbecken), sowie durch Cortenstahl-Elemente im Aussenbereich (Garagenverkleidung, Wasserbecken, Eingangsvordach). Man betritt das Erdgeschoss direkt in einen freien, zweigeschossigen Raum, welcher auch die Hauptfunktionen Wohnen, Kochen und Essen enthält. Die Individualräume des Obergeschosses werden über eine einläufige Treppe mit Stahlstegen als Galerieebene erschlossen. Der freie Ausblick in die Natur wird durch entsprechend positionierte und proportionierte Fassadenöffnungen eingerahmt.

Durch dieses eher unkonventionelle Zusammenwirken von Bauherr und Architekt entstand ein stimmiges Gesamtobjekt mit einem zusätzlichen Mehrwert an Raumqualität und Design für den Bauherren.