Zeltkonstruktion in Zeltweg

Neugestaltung Marktplatz in Zeltweg, Steiermark


Bauherr: Stadt Zeltweg
Mitarbeiter: helga baumgartner, albert schneitl
in koopertion mit wolfgang krakau, architekt

Bauzeit: 07.2003-04.2004
Platzfläche: 1.100 m²
Kosten: 0,5 mio € gesamt

Veröffentlicht: mittelbayerische zeitung 6/04

Die Stadt Zeltweg wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört. Die Industriestadt besitzt somit kein gewachsenes, aktives Zentrum. Um die die innerstädtische Frequenz zu erhöhen wurde beschlossen einen Wochenmarkt auf einem neu gestalteten Marktplatz zu etablieren. Ziel des Entwurfes war durch eine neue Platzgestaltung mit einheitlichem Pflasterbelag, Brunnen, LED-Lichtgestaltung und der Membrankonstruktion eine neue Mitte zu schaffen. Die membrane Überdachung schützt dabei zum einen den Wochenmarkt, zum andern ist sie der Blickfang, das Objekt das den Ort „inszeniert“ und so seine Identität prägt.Um dieser zweiten Funktion, als „Landmark“ der ganzen Stadt, auf relativ engem Raum, gerecht zu werden, greift das Zelt weit aus, große Differenz zwischen den Hoch- und den Tiefpunkten, geben dem Zelt die „Segel-Optik“ und seinen expressiven Charakter. Gleichzeitig gewährleistet diese Form dass die berechneten hohen Schnee und Windlasten getragen werden können, ähnlich dem Stück Papier das durch stärkere Faltung stabiler wird. Die Anforderungen durch Schneelast sind um den Faktor 4 höher als in unserer Region. Die Membran wird nachts über die Bodenleuchten mit wechselnden Lichtfeldern angestrahlt. Bei Kultur- & Kunstveranstaltungen können Projektionen auf die Membran erfolgen. Die Membran ist aus einem langlebigen UV-beständigen Material das hohe Lasten aufnehmen kann. Die anfänglich braune Färbung der Membrane geht mit anhaltender Sonneneinstrahlung über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten in Weiß über.

Am 23.04.04 wurde der neue Marktplatz eingeweiht, die große Beteiligung bei den Bürgern und Nachbargemeinden ist ein Zeichen dass der Marktplatz mit Zelt als neues Zentrum der Stadt funktioniert.