ZOH Universität Regensburg

Plangutachten Neubau ZOH Universität Regensburg

Mitarbeiter: Nina Fabi, Ludwig Vanderpoorten, Peter Krackler
Jahr: 2010

Das Bauamt Regensburg hat uns in einer Mehrfachbeauftragung mit einem Planungsgutachten für den Neubau ZOH der Universität Regensburg beauftragt.

Enwurfskonzept

Der Entwurf ist viel mehr ein Weg als ein Gebäude. Die bestehenden Grundstuktur der Universität wird in Form und Materialität adaptiert und als logische Weiterentwicklung der Großform Universität implantiert. In der Schwarzplanabbildung fügt sich die ergänzte lineare Form mit den vertikalen Strukturen harmonisch und unaufdringlich in das Gesamtgebilde ein.

Eine auf Forumsniveau erhöhte, lineare Wegestruktur in Form der bereits auf dem Campus bestehenden Sichtbetontröge verbindet für alle Besucher deutlich sichtbar den öffentlichen Raum der neuen zentralen Bushaltestelle mit dem zentralen Forumsbereich der Universität. Es entsteht eine selbstverständliche wie dringend notwendige Verbindung von Stadt und Campus. Die lineare Form stellt dabei die Hauptbewegungsrichtung stark heraus. Das bestehende Erschließungssystem wird damit sinnvoll ergänzt. Der neue Erschließungssteg folgt dem Verlauf der Zufahrtsstraße Albertus-Magnus-Straße und überdacht gleichzeitig den erdgeschossigen Zugang. Die Übersichtlichkeit auf Straßenniveau geht dabei nicht verloren. Auf dem Verbindungssteg befindet sich der Besucher bereits im autofreien Campusbereich und kreuzt den Fahrverkehr nicht mehr. Der Nutzer gelangt automatisch geführt zum zentralen Forum.

Die an dem Steg angebundenen vertikalen Strukturen sind neue Erschließung und Funktionsbereiche (Info- & Serviceraum).

Die gleichhohen, turmartigen Boxen sind als Skulpturen bereits von Weitem sichtbar. Sie bündeln die unterschiedlichen Richtungen aus denen die Besucher sich der Universität nähern können; holen den Besucher ab und markieren gleichzeitig augenfällig die Adresse Universität. Die unterschiedlichen Aufenthaltsbereiche (Zugang vom Straßenraum Universitätsstraße, Bushalt, Freibereich vor dem Sammelgebäude) werden dadurch an die zentrale Erschließung angebunden.

Die leichte Stahlkonstruktion der Türme wird mit einer goldfarbenen Lochblechhülle aus Aluminium bekleidet. Diese Form-, Farb- und Materialkombination bildet sowohl bei Tageslicht leuchtende Merkzeichen; können aber auch nachts von innen heraus illuminiert werden. Eine sehr kostengünstige Raumbildung und Witterungsschutz für die Treppen. Das größte Volumen am zentralen Bushalt nimmt den Servicebereich auf. Das Stellen eines Einzelpavillons entfällt.